Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück

Schreibwettbewerb 2012


Einstein-Schreibwettbewerb „Wir – im Jahr 2050“ - Preisverleihung


Schulen – so sagt der Titel eines Films des Pädagogen Reinhard Kahl – sind die „Treibhäuser der Zukunft“: Hier wachsen, blühen und gedeihen die Menschen, die in Zukunft unsere Wirklichkeit ausmachen werden. Dies freilich sind ganz unterschiedliche „Gewächse“ mit ganz verschiedenen Temperamenten: da gibt es die kleinen zarten Pflänzchen, die viel Hege und Pflege benötigen, um überhaupt erst einmal Wurzeln zu schlagen, genauso wie die frostresistenten und mächtigen Pflanzen, denen auch kälteste Jahreszeiten nichts anhaben können. Da gibt es Gewächse, denen die kleinste Anregung genügt, um unaufhörlich neue, prächtige Blütenmeere hervorzubringen, genauso wie langsam wachsende Pflanzen, die nur ganz selten – dafür aber vielleicht um so prächtigere – Früchte tragen. Und natürlich gehört auch der eine oder andere Kaktus dazu, der eher mehr Stacheln als Blüten hervorbringt.
Die Lehrer sind dann im Treibhaus der Zukunft diejenigen, die für jeden die Bedingungen bereitstellen, die er braucht, um erfolgreich zu wachsen. Das tun sie, weil sie wollen und hoffen, dass alle SchülerInnen in Zukunft reichhaltige und vielfältige Früchte hervorbringt.

Mit der Zukunft hat es freilich etwas Merkwürdiges auf sich: Die Zukunft ist einerseits etwas, was auf uns zukommt, und zumeist stehen wir ihr abwartend gegenüber. Wir sagen: „Mal sehen, was die Zukunft bringen wird!“ oder „Irgendetwas fällt mir dann schon ein!“ Dann warten wir – mehr oder weniger interessiert – darauf, was auf uns zukommt.
Zukunft kann aber andererseits auch gestaltet werden, wir können – zumindest teilweise – selbst bestimmen, wie unsere Zukunft sein wird. Dafür brauchen wir einen Plan. Einen Plan, in dem wir festlegen, wie unsere Zukunft am besten sein soll.
Einen solchen Plan zu entwerfen, das war die Aufgabe, die allen SchülerInnen im Schreibwettbewerb gestellt wurde: „Wir – im Jahr 2050“.

Diese Aufgabe sind viele SchülerInnen ganz unterschiedlich angegangen: Manche haben eine Zukunft entworfen, wie sie sein soll, damit man gut darin leben kann, manche haben eine Zukunft aufgezeigt, die man seinem ärgsten Feind nicht wünschen mag. Manche haben ihre Zukunftsvorstellungen in Form von Kurzgeschichten oder Gedichten entworfen, manchen haben kleine philosophische Abhandlungen verfasst.
Allen Zukunftsentwürfen aber ist gemeinsam, dass sie mit großer Kreativität an die Gestaltung einer möglichen Zukunft gingen: Da wurden technische Entwicklungen vorausgeahnt, da wurden gesellschaftliche Veränderungen erhofft oder befürchtet, da wurden persönliche Lebenswege und –wünsche aufgezeichnet. Und das alles wurde sprachlich in einer sehr bildhaften und anschaulichen Form dargestellt.

Darum ist es der Jury sehr schwer gefallen, eine kleine Gruppe von Preisträgern auszuwählen. Wir hätten gerne viel mehr Preise verliehen. Da das aber nicht möglich war, gibt es für jede Altersgruppe 3 Preise: Für die Erprobungsstufe, für die Mittelstufe und für die Oberstufe.

Wir hoffen, dass die Preise den Preisträgern eine kleine Freude bereiten und sie anregen, auch weiterhin so schöne, vielfältige, bild- und gedankenreiche Texte zu verfassen. Diejenigen, deren Geschichten nicht prämiert werden, haben spätestens im nächsten Jahr die Möglichkeit, einen neuen Versuch zu unternehmen. Das sollten sich alle schon heute in ihrem Zukunftsplan vermerken: „Im nächsten Jahr – kurz noch Ostern – will ich mich nach dem neuen Thema des Schreibwettbewerbs erkundigen.“ – Eure Lehrer werden euch aber auch noch rechtzeitig daran erinnern.

Unser Hoffnung ist es nämlich, dass wir im nächsten Jahr den Sonderpreis für die Klasse mit der höchsten Beteiligung am Schreibwettbewerb nicht verleihen können. Das hoffen wir aber natürlich nicht, weil wir den Preis lieber für uns behalten wollen, sondern weil wir hoffen, dass sich im nächsten Jahr alle Klassen zu 100 Prozent am Schreibwettbewerb beteiligen, wenn es wieder darum geht, die schönste Geschichte des Einstein-Gymnasiums zu schreiben.
Die Jury

Die Preisträger des Einstein-Schreibwettbewerbs 2012 „Wir – im Jahr 2050“:

Sonderpreis für die Klasse mit der höchsten prozentualen Beteiligung:

Literatur-GK 3 Jgst. 12/ Q1 (Schreibwerkstatt)

Preisträger der Erprobungsstufe:

1. Preis: Paul Winkler, „Sektor 300“
2. Preis: Almina Alan,„Die Zukunft liegt in unseren Händen“
3. Preis: Nele Liermann und Elisa Röwekamp, „Mein Traum – Ich im Jahr 2050“

Preisträger der Mittelstufe (Klassen 7-9):

1. Preis: Annkatrin Waltering, „Die Uhr des Lebens“
2. Preis: Ines Brinkrolf, „Wir – im Jahre 2050“
3. Preis: Max Oening, „Das Jahr 2050“

Preisträger der Oberstufe (EF-Q 2):

1. Preis: Malte Goldkuhle, „Klaustrophobia“
2. Preis: Dominique Wagner, „Und die Erde lebt“
3. Preis: Jasper Spitzer, „Wir – im Jahr 2050“

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