WDR-Reporter am Einstein-Gymnasium
Gegenstände vor aller Augen verschwinden zu lassen, das können nur Magier, heißen sie nun David Copperfield, Hans Klok oder Harry Potter. Wer aber macht Dinge sichtbar, die keiner sehen kann?
„Ihr seid die Augen der Menschen, die draußen an den Radios sitzen und uns zuhören. Ihr müsst die Bilder, die ihr seht, vor ihren Augen erscheinen lassen“, sagt Herwart Christopher, Redakteur im WDR-Studio Bielefeld, zu den SchülerInnen des Deutsch-GKs der Jahrgangsstufe EF, die in diesem Jahr am Schulprojekt des WDR teilnehmen können. Mit einer professionellen Kamera- und Aufnahmeausrüstung im Gepäck sind Herr Christopher und sein Redaktionskollege Christian Saftig ins EG gekommen, um dem oft ausgesprochenen Studien- und Berufswunsch „IwmM“ (Irgendwas mit Medien) eine konkrete Gestalt zu geben und über die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Senders zu informieren.
In Rollenspielen lernen die SchülerInnen die Arbeit der Redakteure kennen: Sie führen eine morgendliche Teamkonferenz durch, in der die Themen des Tages diskutiert und die anstehenden Aufgaben unter den Reportern verteilt werden, entwickeln Interviewfragen und lernen dabei, das seriöser Journalismus sich um Objektivität bemüht, alle beteiligten Parteien zu Wort kommen lässt. Dann ziehen die SchülerInnen los und führen fiktive Interviews zu den Themen „Baustelle auf der Fürst-Bentheim-Str.“ und „Schulkiosk“. Während die erste Gruppe als Radioreporter auftritt, ist die zweite Gruppe als Reporterteam der „Aktuellen Stunde“ unterwegs. Nach Abschluss ihrer Reportagen werden die Ausstattungen gewechselt, so lernen die SchülerInnen die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Medien kennen: Der Radioreporter muss z.B. Dinge beschreiben, Handlungen erklären, die seine Zuhörer nicht sehen können, während der Fernsehreporter gerade nicht erklären sollte, was er gerade tut, da seine Zuschauer dies am Bildschirm ja mitverfolgen können.
Am Ende des Workshops wurden alle fiktiven Reportagen von der gesamten Gruppe begutachtet, der eine oder andere Versprecher mit freudigem Lachen, die insgesamt hervorragende Leistung der Teams mit lautem Beifall gewürdigt. So konnte jeder Kursteilnehmer auf spannende und zugleich alle belustigende Weise Einblick nehmen in die Welt der Medien.
In der Welt der Medien überschlagen sich die Ereignisse, ein Journalist hat deshalb zu Recht gesagt: „Morgen ist die Zeitung von heute schon wieder die Zeitung von gestern!“ Führten am Montag noch Schülerreporter fiktive Interviews in Rollenspielen, so wurden am Dienstag Interviews von echten Reportern am EG geführt.
Die Reportage kann auf den Seiten des WDR-Bielefeld angesehen werde.
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