Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück

Der naturwissenschaftlich-technische Bereich

Der ?UVO-Diff.-Kurs? ist, wie schon im ersten Bericht gesagt, in einem Halbjahr in drei Bereiche eingeteilt, von denen der technische der zweite ist. In diesem Teil stellte uns Herr Dr. Herbers erst einmal unsere Grundmaterial Glas vor, indem er uns Bücher über dieses Material gab, aus denen wir dann die verschiedenen Komponenten, die Glas ergeben, heraussuchen durften.

Dann gab er uns (endlich) die folgende Aufgabe: ?Gegeben sei eine Maueröffnung von 40 x 50 cm. Baue ein einfaches Fenster, das diese Lücke füllt!? (Zitat Dr. Herbers)



Dann ließ man unseren Gedanken freien Lauf, natürlich erst, nachdem wir uns in Gruppen zu je 4-5 Personen eingeteilt hatten und nachdem wir uns entschieden hatten, uns mittwochsnachmittags in der 7. und 8. Stunde zu treffen. Zuerst sollten wir eine Zeichnung erstellen, auf der unsere späteren Fenster provisorisch zu sehen waren. Danach mussten wir natürlich Materialien wie Holz, Leim, Glas und Silikon oder Fensterkitt haben, die dann nach ungefähr 3 Stunden ?Theoriearbeit? auch schon verarbeitet werden durften. Zuerst musste man die 200 cm langen Kanthölzer zurechtschneiden ? eine sehr anstrengende Arbeit, wie sich später herausstellte, denn mit elektrischen Sägen konnte man absolut nichts anfangen. Als dieses geschehen war, schliff man die Kanten ab und versuchte die verschiedenen Stücke aneinanderzukleben. Einige Gruppen hätten wohl einmal auf die Maße des Glases gucken sollen, denn das war nur 35 x 45 cm groß und man hatte ja nun einmal einen Rahmen von 40 x 50 cm. Da blieb einem nichts anderes übrig, als den Rahmen wieder auseinander zu nehmen, und noch einmal (natürlich von Hand) 5cm an zwei Stücken abzusägen.



Danach konnte man endlich die Stücke aneinanderleimen, entweder mit Schraubzwingen oder mit einem selbstgebastelten Halterahmen von Herrn Reska. Auch die Formen der aufeinandergeklebten Fenster waren sehr unterschiedlich: Es gab z. B. welche, die auf Gehrung geschnitten waren und es gab welche, die aus insgesamt drei aufeinandergeklebten Holzteilen bestanden. Dann mussten wir erst einmal warten, bis die Teile hielten. Nun war es an der Zeit, das Glas in die schon vorher eingeschnittenen Fugen zu setzen. Da war uns der eben genannte Kitt ganz behilflich, genauso wie Silikon, das allerdings nicht gerade gut roch und uns einige Tränen in die Augen lockte. Nachdem auch das geschehen war, mussten die meisten erst einmal 2-4 Wochen warten, bis der Kitt durchgetrocknet war, was allerdings gleichzeitig bedeutete, dass wir in dieser Zeit keinen Nachmittagsunterricht hatten. So guckten wir in den Pausen immer wieder einmal, ob der Kitt nicht schon ein bißchen angetrocknet war und falls er es war, konnte man mit dem Vorstreichen beginnen. Als der Vorstrich getrocknet war, fingen wir damit an, das ganze Glas gut abzukleben und den Rahmen ganz anzustreichen. Als auch dieses geschehen war, konnte man noch ein paar Feinheiten verbessern, aber im Großen und Ganzen war das Fenster fertig und die Aufgabe erfüllt.



Insgesamt gesehen war diese Arbeit, die gleichzeitig auch als zweite UVO-Klausur galt, ein mordsmäßiger Spaß, den Dr. Herbers sicherlich gut unterstützt hat.

Nicole Pollklas



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