Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück

Der gesellschaftswissenschaftliche Bereich

Der ?UVO-Dif.-Kurs? der Jgst. 9 ist in einem Halbjahr in drei Bereiche eingeteilt, von denen der erste Bereich der gesellschaftswissenschaftliche ist. In diesem Teil wurde von Frau Lauermann eindrucksvoll gezeigt, was das ?Unternehmen vor Ort? mit gesell-schaftlichen und politischen Aspekten zu tun hat. Dementsprechend war auch unser Ziel angesetzt:

?Das Ziel wird die Vorbereitung und Durchführung einer Betriebserkundung bei unserem Partnerunternehmen Reckendrees in Herzebrock sein, für das wir ca. 6 Wochen, also 18 Stunden brauchen werden!? (Zitat Frau Lauermann)

Nach einer Stunde Vorstellen und Einarbeiten in das Pilotprojekt fingen wir damit an, zu unterscheiden, was ein Betrieb überhaupt ist und was für verschiedene Betriebsormen es gibt. Heraus kam eine Palette voller Unterscheidungen zwischen Tendenzbetrieben (TB), Privatbetrieben (PB) und öffentlichen Betrieben (ÖB), die dann mit den einzelnen Betriebszielen und ?größen gekoppelt wurden. Doch damit noch nicht genug: Die Betriebe wurden noch in Sektoren, Branchen, Organisationsstrukturen und Groß-, Mittel- und Kleinbetriebe eingeordnet.

Damit war die ?Grundarbeit? erst einmal getan, doch eine ?Verschnaufpause? gab es nicht, denn immerhin waren wir noch weit von unserem Ziel entfernt. So bezogen wir uns auch gleich auf unser eigentliches Unternehmen, was dann in einem ?Steckbrief der Firma Reckendrees?, den Carina Milchers und Linda Monert in extra Größe anfertigten, deutlich wurde. Darin wurden Name, Standorte, Adressen, Geschichte, Produktpalette und die Vorteile der Produkte aufgeschrieben, worauf dann sofort die o. g. Einteilungen folgten.

Damit wir dann aber auch richtig bei wirtschaftlichen Dingen mitreden konnten, wurde uns in 1-2 Stunden das ?1x1 des kaufmännischen Rechnens? (Zitat Frau Lauermann) beigebracht, nach dem wir den Gewinn, die Liquidität, sowie die Kapital und Umsatzrentabilität (fast) mühelos berechnen konnten. Diese Begabung wurde dann noch durch ein paar Aufgaben der ?Phantasiefirma Fuchs & Hase? (Zitat Frau Lauermann) getestet und weitergebildet. So war dann auch der dritte ?Große? Abschnitt getan, was aber noch lang nicht reichte.So sollten wir dann eine Firma für Kugelschreiber auf die Beine stellen, die allerdings nicht zum Spassen da war sondern einen wichtigen Hintergrund hatte, der uns auch so-gleich mitgeteilt wurde. So waren folgende Aspekte zu beachten:

  1. sollten wir selber überlegen, was alles zu einer Firma dazugehört (Verwaltungs-und Produktionsabteilung mit ?Unterabteilungen?),
  1. sollten wir einmal selber einen Grundriß einer Firma aufbauen und zeichnen,
  1. sollten wir (und das war wahrscheinlich der Hauptaspekt) lernen, welche verschiedenen mehr oder weniger arbeitsteiligen Arbeitsgänge es gibt.

Das mit dem Grundriß und der Abteilungsplanung war schnell erledigt, doch die ver-schiedenen Arbeitsgänge erforderten schon etwas mehr als 1 oder 2 Stunden. Schließ-lich wurde uns aber doch durch das Auseinander- und Zusammenschrauben von Kugelschreibern deutlich gemacht, daß Fließarbeit und Fließbandarbeit wenig, Werkstatt- und Gruppenarbeit dagegen sehr arbeitsteilig waren und sind. Da es natürlich in keiner Firma ohne Streit geht, mußten wir auch noch etwas über das Berufsbildungsgesetz (BBiG), das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das Betriebsverfassungsgesetz und das Ju-gendschutzgesetz lernen, was am Besten mit verschiedenen Streitigkeiten (natürlich nur auf dem Papier) ging.

Der erste grosse Brocken war also geschafft, und so konnten wir uns getrost auf unsere ganztägige Betriebserkundung vorbereiten. Am 31.10.1998 war es dann endlich soweit: Um 9.00 Uhr trafen wir uns mit Frau Lauermann und Herrn Dr. Herbers auf dem Park-platz der Firma Reckendrees. Nachdem wir noch ein paar generelle Fragen gestellt hatten, ging es in zwei Gruppen los in die Produktionshallen. Dort hielten wir uns ca. 2 Stunden auf, bevor dann das ganz Grosse Ziel geschafft war, auf das wir insgesamt doch 7 Wochen gewartet hatten. Insgesamt gesehen war der erste Teil des UVO-Projektes ein voller Erfolg, zu dem Frau Lauermann viel beigetragen hat.

Nicole Pollklas

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