Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück

Unterstützung von Projekten in Tanzania

Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich das Einstein-Gymnasium für Menschen in Tanzania. Mittlerweile gehört es zur „Tradition“, dass wir jedes Jahr z.B. an Elternsprechtagen mit wechselnden Schülergruppen so viele Kaffee-Kuchen-usw.-Verkäufe organisieren, dass wir zuverlässig zwei Projekte unterstützen können.Im äußersten Nord-Westen des Landes, an der Grenze zu Uganda und Ruanda, wird eine Partnergemeinde der evangelischen Kirchenkreise Gütersloh und Bielefeld unterstützt, wobei sich auch Rheda unter Anleitung des Ehepaares Schweer besonders engagiert. Daraus erwuchsen Spendensammlungen auch an unserer Schule.

Tansania Karte


1.) TEGEMEO
heißt "HOFFNUNG" auf Kisuaheli, der Amtssprache von Tanzania. Dies ist der Name der Primaryschool, die wir unterstützen. Nicht zuletzt durch Anregungen aus Deutschland wird hier pädagogisch und didaktisch innovativer unterrichtet, als es sonst im Land üblich ist, wo meist riesige Klassen im Frontalunterricht ohne Unterrichtsmaterial „beschult“ werden. TEGEMEO hat gerade wieder bei den externen Abschlussprüfungen besonders gute Ergebnisse erzielt, so dass wir das gute Gefühl haben, dass unsere Hilfe „auf fruchtbaren Boden fällt“. Dass auch hier das Problem der finanziellen Unterstützung einer zunehmenden Zahl von Aidswaisen immer größer wird, unterstreicht nur noch deutlicher die Notwendigkeit von Hilfen, die über eine einmalige Aktion hinausgehen.
Familie Moses

2.) FAMILIE Moses und Anastazia SAUZI
unterstützen wir nun schon seit 15 Jahren, damit alle 8 Kinder eine qualifizierte Schul- bzw. Berufsausbildung erhalten, die ihnen finanzielle Eigenständigkeit in einer sich rasant modernisierenden Gesellschaft ermöglichen soll. Zunächst hatten wir nur das Schulgeld für die beiden ältesten Söhne Boas und Lameck finanziert; dann wurde aber klar, dass gerade die Mädchen in Tanzania unsere besondere Unterstützung brauchen, weil Frauen noch längst nicht gleichberechtigt sind. So haben wir beschlossen, dass alle Geschwister die gleichen Chancen erhalten sollen. (Die Alternative wäre gewesen, eine andere Familie zu unterstützen – eine schwierige Entscheidung...). Mittlerweile haben die beiden Ältesten tatsächlich Arbeit in Büros in der Hauptstadt Dar Es Salam gefunden; Boas ist verheiratet und bereits selber Vater. Von Zeit zu Zeit erhalten wir Briefe, manchmal auch Fotos und immer wieder wunderbare Handarbeiten als Dank von ihnen, so dass wir die Entwicklung über viele Jahre miterleben konnten. All das stellen wir am Elternsprechtag auch aus, damit sich alle Unterstützer ein Bild davon machen können, was ihr Geld bewirkt!
Bis in 3 –4 Jahren alle Sauzi-Kinder die Schulen abgeschlossen haben werden, wollen wir unsere Hilfe noch fortsetzen.
 Tegemeo Schule

Warum dieses Engagement?-
Immer wieder wird von der Schule gewünscht, dass SchülerInnen angeleitet werden sollen, „über den Tellerrand zu schauen“.
Wieso eigentlich Teller? Offenbar wird dabei an einen gut gefüllten Teller gedacht, der die Möglichkeit beinhaltet, etwas abzugeben, ohne dass man selber leidet – wenn man diese Not-Wendigkeit denn nur bemerken würde...
Nun denkt ein Kindergartenkind vielleicht noch, dass es helfen könnte, das übrig gebliebene Pizzastück einzupacken und „den armen Kindern in Afrika“ zu schicken – wir wissen dagegen längst, dass Geld – und auch know-how – die üblichen Spenden sind. (Dass eigentlich Schuldenerlass und Unterstützung von strukturellem, politischem und vor allem wirtschaftlichem Wandel mittelfristig mindestens ebenso bedeutsam sind, lernt man dann in der Oberstufe oder durch die Medien.)

Durch dieses Engagement wird (für Schüler) erfahrbar, dass der vielzitierte „Tropfen auf den heißen Stein“ doch immerhin eine Verbesserung für Einzelne bewirkt. Und für die Karagwe-Diözese engagieren sich eben viele, so dass durch unterschiedliche Projekt-Schwerpunkte eine ganze Region Erleichterung erfährt und sich solide (!) weiter entwickeln kann.

Auf besonderes Interesse stießen deshalb auch stets die Besucher aus Tanzania, die durch die Kontakte von Ehepaar Schweer schon mehrfach das Einstein-Gymnasium besuchten und in einzelnen Klassen/Kursen vom so anderen Leben in Afrika berichteten.

Jutta Kunze





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