Traum oder Wirklichkeit
Ich freute mich total auf meine Nachtwanderung mit meiner Freundin Taylor in Ägypten.
Wir hatten alles eingepackt, was wir vielleicht brauchen konnten, wie z. B. etwas zu Essen und mein Handy. Da ich sehr abergläubisch bin, hatte ich auch Knoblauch gegen das Böse, bzw. gegen Vampire mit.
Um 17 Uhr, es war noch ziemlich heiß aber auch dämmerig, kamen wir an unserem Ziel an, der riesigen Sphinx „Delarut“. Sie soll besondere Kräfte haben, und die Pyramide, die sie bewacht, stand an diesem Tag offen.Taylor und ich fanden, dass es ein perfekter Platzt für eine gruselige Nachtwanderung sei.
Eine halbe Stunde später standen wir in der „Delarutpyramide“ und fragten uns, wie wir weiter kommen sollten: Der Eingang zu der berühmten Grabkammer war versperrt!
Ich meinte, dass wir lieber nicht versuchen sollten rein zukommen, denn das wäre eine Vorwarnung, und später merkten wir, dass ich Recht gehabt hatte.
Dennoch legten wir ein paar leere Konservendosen unter die schweren Steine und rollten sie weg. Etwas später war der Weg für uns frei.
Aber was war das? Schwarze Fackeln erleuchteten den Raum, wer hatte sie angemacht? Als ich meine Freundin erblickte, stutzte ich: Sie war kreidebleich und bewegte sich nicht mehr. Ich folgte ihrem Blick und erstarrte ebenfalls vor Schreck: Der Sargdeckel bewegte sich! Eine knochige Hand schob sich langsam aus dem Sarkophag.
Ein ekeliger Gestank verbreitete sich, er roch ein bisschen nach Verwesung, und dann weiß ich nur noch, dass ich gegen etwas Klebriges, Schleimiges stieß.
Als ich aufwachte sah ich nur Stein und verfiel sofort in Panik, denn ich leide unter Klaustrophobie, das ist Platzangst. Taylor kam auch langsam zu sich und flüsterte: „Ariane, ist das, sag jetzt nicht dass wir hier in dem Familiensarg liegen!“ Leider musste ich ihr zustimmen, aber schlimmer war noch, dass neben uns zwei Skelette, eher gesagt Mumien lagen, wahrscheinlich die Frau und das Kind des Pharaos, nur dass sie tot waren und der Mann als Zombie herumgeisterte.
Ich versuchte den Deckel aufzumachen, doch mit Schreck merkte ich, dass er verschlossen war!
Ich war kurz davor durchzudrehen wegen meiner Krankheit, da hatte Taylor die Lösung: Sie ist liest sehr viele Bücher und interessiert sich vor allen Dingen für das alte Ägypten. Sie erzählte mir, dass man oft einen unterirdischen Gang angelegt hatte, damit die Pharaonen einen Ausgang ins Jenseits fanden.
Mit verzogenen Mienen schoben wir die schweren Mumien beiseite und entdeckten eine Luke, aus der ein modriger Geruch stieg. Unwohl kletterten wir in den düsteren Schacht, ohne genaues Ziel vor Augen. Nach einer Ewigkeit erreichten wir viele Steine, die wir mit Mühe aus dem Weg räumten. Endlich waren wir wieder an der kalten Nachtluft Ägyptens.
Am nächsten Tag wurde ich von Taylor geweckt, sie reichte mir wortlos die Zeitung:
Darin stand, dass aus der „Delarutpyramide“ der Pharao „Nimrod“ auf geheimnisvolle Art und Weise heute nicht mehr zu finden war!
von Ariane Dallmann
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