Mini im Mini
Mein Happening „Mini im Mini“ am 14.03. 2007 ist ein Projekt im Rahmen unseres Kunstunterrichtes am Einstein Gymnasium bei Herrn Ertmer , der in 13.II unter dem Thema „Kunst nach 1945“ durchgeführt wurde.
Ein Happening ist eine Kunstform, die in den 60ger Jahren entwickelt wurde und sich gegen den Objektcharakter von Kunst wendet. Im Mittelpunkt steht dabei der Live-Charakter der Aktion. Die Happinisten wollten Kunst wieder näher an das Leben heran bringen, die Erlebbarkeit seiner elementaren, banalen oder komplexen Momente intensivieren. Der Zuschauer wird quasi als Teilnehmer mit in den Kunst-Prozess einbezogen. Somit bewegt sich ein Happening auf der Grenze zwischen Kunst und Leben. Wahrnehmungs- und Bewusstseinsintensivierung sind Schlüsselbegriffe für das Erleben, das das Happening zu bieten hat.
Mein BMW Mini Cooper „trägt“ bei diesem Happening einen rosafarbenen Tüllrock, einen MINIrock. Dazu habe ich den Wagen mit insgesamt 14 m gerafftem und gummibandbewährtem Tüll umgeben. Eine rosa Schleife an der Antenne verstärkt den „Ballerina“-Effekt.

Das Projekt lebt von dem Wortspiel „Mini im Mini“ und beweist, dass JEDER einen Rock tragen kann. Nichts ist in der Mode unmöglich und neue Trends erregen zunächst Aufsehen und erscheinen auf dem ersten Blick ungewöhnlich. Auch der erste „richtige“ Minirock war zunächst ein Skandal, entwickelte sich dann aber zum Trend. So ist auch der Minirock fürs Auto anfangs ungewöhnlich, aber wer weiß, vielleicht gibt es ja bald mehrere Autos, die einen Rock tragen.
Das Erscheinungsbild des Rocks am Auto kann auf einen (kunst)historischen Aspekt zurückgeführt werden, auf die Schabracke. Diese wurde im Mittelalter z.B. bei Ritterkämpfen von Pferden als Schutz, aber auch als Erkennungszeichen für den Ritter (Wappen, Farben, Embleme) verwendet. Würde der Rock am Auto tatsächlich zu einem Trend werden, könnte man Autos individueller gestalten, man könnte den Rock als neue Form der Lackierung in Betracht ziehen oder auch echte Röcke als wechselnde Erkennungszeichen verwenden. Die Automobilindustrie würde eine neue Facette des Automobildesigns entdecken, eine Maßnahme, die jedem erlauben würde, seinen persönlichen Stil zu präsentieren.
Meiner Meinung nach ist der „Mini im Mini“ ein neuer Trend und am 14.03.07 fand am Einstein Gymnasium die „Haute Couture“-Präsentation dafür statt.
Carolin Bültmann
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