Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück - Hommage an Dario Fo
Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück


Hommage an Dario Fo


Der Literaturkurs des Einstein-Gymnasiums präsentierte am 16.5.2017 zwei Einakter des im Oktober 2016 verstorbenen Theaterautors.

Nach dem Öffnen des Bühnenvorhangs für die Komödie „Der Dieb, der nicht zu Schaden kam“ liegt die Szenerie im Dunkeln. Klirrende Fensterscheiben und bekannte Filmmusik, Pink Panther, lassen einen Einbruch erahnen. Das suchende Licht einer Taschenlampe bringt Klarheit, wir sehen einen Dieb in Aktion. In Italien der 60er Jahre ist Angelo Tornati, brillant verkörpert von Luis Engbert, auf Beutezug. Nicht nur, dass ihn seine Frau Maria (Sibylle Westermann) ununterbrochen bei der „Arbeit“ anruft, kommt auch unerwartet der Hausherr (Michael König) mit seiner Geliebten (Emily Schuhmacher) zurück. Wegen des dringend benötigten Verstecks für den Dieb beginnt eine Hauptrolle für eine Standuhr, die es zulässt, die Grimassen des Diebs zu beobachten. Neugier, Entsetzen und Schadenfreude werden mimisch sichtbar und erhöhen den Spaß des Publikums am Stück. Für eine weitere Überraschung sorgt das plötzliche Auftauchen der Hausherrin (Amelie Klamm), die die Wohnung für ein Treffen mit ihrem Geliebten Antonio (Darius Altgeld) nutzen möchte. Dieser ist gleichzeitig der Gatte der Geliebten des Hausherrn. Ist die Verwirrung jetzt perfekt?

Während der anschließenden zwanzigminütigen Pause schafft die Theatergruppe durch gute Teamarbeit einen reibungslosen Bühnenumbau. Für den Einakter „Anstreicher sind vergesslich“ wird aus der stilvoll eingerichteten Villa ein orientalisch eingerichtetes Haus. Die Witwe (Isabelle Hoffmann), welche die Besitzerin ist, lebt seit drei Jahren mit einer „Wachsfigur“ ihres vermeintlich toten Ehemannes Giorgio (Luis Engbert) zusammen. Zu Beginn des Stückes tauchen zwei als Anstreicher bestellte Tagelöhner vor dem Haus der Witwe auf. Erfreut über die üppige Bezahlung der Witwe, machen sich die beiden Betrüger (Rafal Balak, Daniel Lorenz) sofort ans Werk. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit erschlagen sie mit der viel zu langen Leiter, die ständig im Weg ist, die „Wachsfigur“, deren Anwesenheit im Sessel sie vorher nicht bemerkten. Wie sich herausstellt, handelt es sich hierbei um den echten Giorgio, der von der aus Eifersucht handelnden Witwe Tag für Tag vergiftet wird, sodass er erstarrt im Sessel sitzt. Um sich an der Hausherrin zu rächen, verbünden sich die drei Herren; die Verwechslungskomödie, ermöglicht durch Masken und Schminke, kommt zum Höhepunkt. Dadurch schaffen die drei Giorgios es, die Witwe so zu verunsichern, dass sie sich aus Versehen selbst vergiftet. Nach der Freude darüber wird das Ende perfekt, als jede der drei Frauen (Merve Can, Gülhanin Tatar, Pia Horstmann), welche schon immer mit der Witwe konkurrierten, sich einen der drei „Giorgios“ schnappt.

Besonders der ausdrucksstark spielende Chef Rafal Balak und sein Geselle Daniel Lorenz „immer auf meinem Posten“ wurden für ihre schauspielerische Leistung durch viele Lacher des Publikums belohnt.

Insgesamt präsentierten die Schüler und Schülerinnen unter der Führung von Frau Krüger diese zwei komödiantischen Stücke mit viel Engagement. Der Literaturkurs setzte viel Fantasie ein, um die Dario Fo Stücke zeitgemäß zu inszenieren.


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