Kelchsau

Der Ort Kelchsau, mit insgesamt 700 Einwohnern, gehört zur Gemeinde Hopfgarten. In einem idyllischen Seitental gelegen, ist Kelchsau 7 km von Hopfgarten entfernt, das sind 10 Minuten Autofahrt auf einer gut ausgebauten, nur leicht ansteigenden Straße.

Zwar ist Kelchsau klein aber ohoo.... dort gibt es:

Und auch folgende Aktivitäten kann man dort in Anspruch nehmen, wie z.B:

Hopfgarten Sage

In grauer Vorzeit lebte eine fromme, gutherzige Witwe, Ehrentrud mit Namen. Sie hatte einen einzigen Sohn, welcher Johannes hieß und besaß ein bedeutendes Vermögen. Der Knabe, voll Talent und Lebhaftigkeit, auch sehr zum Bösen geneigt, beging früh schon allerlei Aufschweifung. Die fromme Mutter ließ es an fromme Lehren und Mahnungen nicht fehlen, allein der Knabe achtete nicht darauf und strafen konnte sie ihn nicht, denn sie liebte ihn zu sehr. Mit dem Alter wuchs die Bosheit- dem Spiele und Trunke ergeben, verfiel er in jene groben Laster, welche tiefe Leidenschaft begleiten; alle flehentlichsten Bitten und Ermahnungen der Mutter verlacht, das Geld wurde verschwendet, und endlich vergriff sich der entartete Sohn auch an fremden Eigentum. Von der Obrigkeit deswegen verfolgt, zog er hinaus in das Dunkel des Waldes, warb zwei Gefellen an, überfiel mit ihrer Hilfe die Reisenden der Straße, raubte und mordete.

Nun erkannte erst die Mutter die Fehler ihrer Erziehung, nachdem sie durch selber ihrem Sohne die Stelle eines Räuberhauptmannes vorbereitet hatte. Sie beweinte ihre blinde Lieb, und betete Tag und Nacht zu Gott.Endlich fasste sie den Entschluss, ihren unglücklichen Sohn aufzusuchen, wo er sich immer befinden und rumtreiben würde. Nachdem sie drei Tage lang Berge und Wälder durchwandert hatte, gelang sie auf der Höhe des Salvenberges an; da überfiel sie, die Ermatterte, der Schlaf, und in feinem Arm und Traumbild ganz eigener Art:

Das Haupt des hl. Johannes des Täufers glänzte über den blutenden Häuptern ihres Sohnes und feiner Gefellen. Als sie erwachte, betete sie mit unbeschreiblicher Rührung zu Gott um Gnade, dass ihr Sohn sie bekehren möge.
Und als sie betete, sah sie ihn in der Morgendämmerung langsamen Schrittens entgegen wanken. Leichenblass und abgezehrt senkte er seinen trüben Blick zur Erde. Die Mutter grüßte ihn und sprach:
"Sohn! Erkenne deine Missetaten, tue Buße und rette deine Seele!"

Da erzählt ihr nun der Sohn, wie ein Traum in der letzen Nacht ihn so sehr erschüttert habe. Dieser Traum stimmte mit jenem der Mutter vollständig überein. Sie deutete den Traum, stürzte zu den Füßen ihres Sohnes, und umfing seine Knie. Er wich den Tränen seiner Mutter und folgte ihr zum Gerichte. Gerührt begleiteten ihn auch die zwei anderen Räuber. Nachdem sie ihre Versprechen voll Reue gestanden hatten, wurden sie zum Tode verurteilt, und starben als reuige Sünder an der Richtstätte.

Die fromme Ehrentrud verkaufte dann ihren Hof, und baute mit dessen Erlös an jener Stelle, wo sie die Bekehrung ihres Sohnes erfleht hatte, eine Kapelle zu Ehren des hl. Johannes des Täufers.

Die Kapelle steht als architektonisches Kleinodnoch heute mitten im Ski-Gebiet "Wilder Kaiser - Brixental" Der Spitze der 1829m hohen Hohen Salve, dem "Hausberg" der Gemeinde Hopfgarten.

Von Jana, Anna, Laura und Hannah

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