„Misson possible“ für die Roboter-AG
Betritt man donnerstags in der siebten Stunde den Verwaltungsbereich des Oberstufengebäudes EG II, so kann man Geräusche hören, die weniger an Lehrer denn an Elektromotoren und Kinderlachen erinnern. Ursprung dieser unerwarteten Geräuschkulisse ist der neue „Roboter-Raum“, in dem Herr Eickhoff mit seiner Informatik-AG tätig ist, Anlass sind die gelegentlich recht überraschenden Aktionen der verwegen aussehenden Legoroboter, die hier gebaut und programmiert werden.
Fast 20 Mädchen und Jungen nutzen den mit modernen Laptops und Lego Mind Storms Bausätzen ausgerüsteten Raum, um ihren Robotern unterschiedliche Fähigkeiten „beizubringen“: Momentan geht es darum, die mit Lichtsensoren ausgestatteten Roboter so zu programmieren, dass sie den auf die Tische gezeichneten Ovallinien folgen. Zu zweit oder zu dritt entwickeln und überprüfen die Kinder die in einer grafisch orientierten Programmierumgebung erstellten Steuerprogramme, welche die Bewegungen ihres Roboters bestimmen. Anschließend werden die Programme in der Praxis einer Prüfung unterzogen: Während manche Roboter schon elegant den Kurven ihrer Leitlinie folgen, verlieren andere immer wieder die Orientierung, bleiben einfach stehen oder verfallen in unkontrollierte Ruckelbewegungen. Hier ist dann noch einiges an Programmierarbeit zu leisten.
Später sollen die mit bis zu drei Motoren ausgestatteten Roboter dann schwierigere Aufgaben lösen, z.B. eine Acht fahren. Je nach Anforderung müssen die Kinder ihre Legoroboter mit unterschiedlichen Sensoren ausstatten: So kann etwa ein Tastsensor Hindernisse erkennen, die den Weg versperren, ein Ultraschallsensor wird eingesetzt, um Entfernungen zu messen, und auch Geräusche können über einen entsprechenden Sensor wahrgenommen werden. Über all diese Fähigkeiten müssen die Roboter verfügen, wenn sie demnächst als Katze eine „Maus“ fangen sollen, als Rettungsroboter einen verunglückten „Kollegen“ suchen oder einen gemeinsamen Tanz aufführen.
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