Besuch im Hindu-Tempel Hamm
Im Religionsunterricht haben wir den Hinduismus behandelt. Unsere Lehrerin erzählte uns von einem Hindutempel in Hamm. Dahin wollten wir natürlich! Gemeinsam mit der Parallelgruppe führen wir an einem Mittwoch Mittag los.
Als wir beim Tempel ankamen, sahen wir schon zwei hohe Tempeltürme, die mit vielen Götterstatuen verziert sind. Alles war sehr bunt, von Innen drang gleichtönende Musik nach außen. Dann betraten wir den Tempel, mussten vorher aber unsere Schuhe ausziehen und alle Lederwaren in einem Vorraum lassen. Dieses Material stammt ja von getöteten Tieren und würde so den geweihten Tempel verunreinigen.
Wir bekamen Informationen zur Entstehung des Tempels, dass er von dem Priester Paskaran, der aus Sri Lanka flüchten musste, nur durch Spenden gebaut worden war, dass alles freiwillig ist und man nichts bezahlen muss und dass beim alljährlichen Tempelfest etwa 25.000 Besucher kommen.Der Tempel besteht hier seit 1997, zuvor war er 10 Jahre lang in kleineren Räumen in Hamm eingerichtet. Er misst heute einen Grundriss von 27 x 27 Metern und ist damit der größte Hindutempel Europas.
Im Tempel kamen uns fremde Gerüche entgegen, gerade war eine Puja ( ein Gottesdienst) zu Ende gegangen.
Nun mussten wir uns auf den Fußboden setzen, dürften aber nicht die Beine ausstrecken, da dies in Indien als Beleidigung gilt und außerdem jemand stolpern könnte.
Darauf wurden uns noch einmal Grundbegriffe des Hinduismus erklärt: z.B. das Karma, das entweder positiv oder negativ ist- je nach den Taten, die man vollbracht hat; oder die Wiedergeburt der Hindus, dass man in eine höhere bzw. niedrigere Kaste wieder geboren werden kann.
Danach wurden wir durch den Tempel geführt und uns wurden viele Götter- und Göttinnenstatuen gezeigt, die in Schreinen stehen und jeden morgen mit Sesamöl eingerieben werden: Auf die Dauer sind sie davon schwarz geworden.
Der Tempel ist der Göttin Sri Kamadchi Ampal geweiht; ihr Schrein steht frei im Raum. Außerdem sahen wir auch noch die Götter des Sonnensystems, Statuen von Ganesha, dargestellt als Elefantengott, Shiva, Parvati, Lakshmi und anderen.
Zur Verehrung legen die Gläubigen Blumen, Blüten und Früchte vor die Schreine.Um die Schreine muss man immer links herum gehen.
Im Hinduismus gibt es viele Götter die aber alle von dem einen Gott, Brahman, erschaffen worden sind.
Der Besuch im Hindutempel war sehr interessant. Beim nächsten Mal könnte man auch an einer Puja teilnehmen.So köntnen wir noch mehr von dieser fremden großen Religion verstehen.
Stefan Nottelmann, Leonard Niestadtkötter, 9b
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