Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück - Exkursion zum Schweinehof Sandhäger
Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück


Exkursion zum Schweinehof Sandhäger


Am 24. Februar 2017 hat unser Biologie-Grundkurs der Q1 mit Frau Audehm eine Exkursion zum Schweinehof Sandhäger nach Rheda-Wiedenbrück gemacht, auf dem schon seit 1998 Sauen gehalten werden. Nach der Ankunft wurden wir von der Familie Sandhäger und deren Tierärztin in Empfang genommen und freundlich begrüßt. Aufgrund von Hygienevorschriften mussten wir uns einen weißen Overall mit Kapuze und Schuhschützer überziehen. Danach wurden wir in Gruppen, in denen wir jeweils den Abferkelstall und das Deckungszentrum der Schweinezucht besichtigten, eingeteilt. In allen Bereichen hält die Familie Sandhäger ca. 380 Sauen.

Im Abferkelstall, in den die Sauen eine Woche vor der Entbindung verlegt werden, kommen die Ferkel zur Welt und werden medizinisch untersucht und von der Sau versorgt. Gesetzlich vorgeschrieben ist dabei eine Säugezeit von 21 Tagen. Auf dem Sandhäger-Hof werden die Ferkel etwa 4 Wochen gesäugt. Die Sauen liegen dabei in einem Schutzkorb, damit die Ferkel ihre Milch saugen können, aber dabei nicht Gefahr laufen, von der Muttersau erdrückt zu werden, sollte die sich versehentlich auf ein Ferkel legen. In jeder Schweinebucht gibt es eine Wärmeplatte auf dem Boden, auf die sich die Ferkel legen können, da die Kleinen eine höhere Temperatur als die Mutter benötigen. In den Tagen direkt nach der Geburt steht den Ferkeln auch eine Wärmelampe zur Verfügung.

Der zweite Bereich des Schweinehofes, den wir besichtigten, war das Deckungszentrum. Wie der Name schon sagt, werden dort die Sauen gedeckt bzw. „belegt“.
Der Familie Sandhäger ist es dabei überall besonders wichtig, dass die Tiere unter bestmöglichen Bedingungen gehalten werden. Das wurde während unseres Rundganges immer wieder deutlich. Letztlich können so schließlich am ehesten gesunde Ferkel heranwachsen.

Den Geburtenvorgang bei Sauen nennt man „ferkeln“ oder „abferkeln“. Etwas öfter als zweimal pro Jahr (2,2 Würfe pro Jahr) wirft eine Sau 10-14 Ferkel nach einer Tragezeit von ca. 115 Tagen, jedoch können von denen meist nur 11-12 großgezogen werden. Die Tragezeit verbringt die Sau im Wartestall, der ihr mehr Bewegungsfreiraum bietet als der Abferkelstall und in dem die Sauen in Gruppen gehalten werden. Jede Sau ferkelt etwa sechs Mal in ihrem Leben.

Eine Ohrmarke mit der Betriebsnummer wird zur Kennzeichnung der Schweine verwendet, welches keinerlei Schäden für die Sau bzw. für die Ferkel nach sich zieht. Verkauft werden die Ferkel dann mit einem Gewicht von ca. 28kg.

Da die Medien oft ein anderes Bild der Tierzucht vermitteln, ist es ein großes Anliegen des Familienbetriebes, den Konsumenten zu zeigen, dass die Tiere ordnungsgemäß und unter entsprechender Kontrolle auf dem Hof Sandhäger gezüchtet werden.

Nicht zuletzt wegen der Transparenz des Zuchtbetriebes werden Exkursionen von Schulklassen und Besuche von Privatleuten gerne auf dem Schweinehof Sandhäger gesehen und freundlich mit Informationen rund um die Schweinezucht versorgt, wie wir erfahren haben. Gerade das Herumgeführtwerden in den Kleingruppen hat unserer Gruppe sehr gut gefallen. So konnten wir viele Fragen stellen, bekamen keine fertigen „Vorträge“ zu hören, aber ausführliche Erklärungen, was wir alle als informativ empfunden haben.

Wir danken der Familie Sandhäger für die interessanten Einblicke in ihren Familienbetrieb und können weiteren Kursen einen Besuch nur empfehlen.


Eine Sau in ihrem Schutzkorb mit saugenden Ferkeln.

Die Ferkel können gestreichelt werden – und quieken dabei ohrenbetäubend laut!

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