Exkursion ins Ruhrgebiet

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Das Ruhrgebiet im Wandel“ haben die Schüler und Schülerinnen der Erdkundegrundkurse der Jahrgangsstufen 10 und 11 eine eintägige Exkursion ins Ruhrgebiet durchgeführt. Dabei besuchten sie vier unterschiedliche Exkursionsstandorte.
1. Standort: Landschaftspark Duisburg-Nord
Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir in Duisburg an und nahmen an einer Führung durch den 200 Hektar großen Landschaftspark teil. Wir erfuhren viel über die frühere und heutige Nutzung des Landschaftsparks. Ein Teil des heutigen Landschaftsparks wurde früher als Eisenhütte, die 1902 von August Thyssen erbaut wurde, genutzt. Teilweise war die Arbeit in den Hütten lebensgefährlich. Zum Beispiel in den Gießhallen, da dort das heiße Eisen abgeschüttet wurde und keine ausreichend schützende Kleidung vorhanden war. Die Eisenhütte wurde 1985 als Folge der Eisen- und Stahlkrise geschlossen. Viele Jahre wurden weite Teile des Geländes gar nicht mehr genutzt, so dass sich seltene Tier- und Pflanzenarten ansiedelten. Seitdem das alte Hüttenwerk im Jahr 1994 erstmals für Besucher geöffnet wurde, wird der Park ganz unterschiedlich genutzt. Heute zählt der Landschaftspark zu den größten und wichtigsten Industriedenkmälern im Ruhrgebiet. Hier kann man wandern, die alten Industriedenkmäler besichtigen und sogar tauchen und klettern. Außerdem befinden sich dort noch einige Bühnen für Open-Air Kinos und auch für Fotoshootings und Werbedrehs wird das Gelände genutzt. Getaucht wird in dem alten Gasometer und klettern kann man im Hochseilparcour in den alten Bunkertaschen der Eisenhütte. Abends wird das Gelände aufwendig beleuchtet.
(Jula, Rianna, Anna, Frederike, Celina)
2. Standort: Zechensiedlung Oberhausen-Eisenheim
Die zweite Station unseres Ausflugs ins Ruhrgebiet war die Zechensiedlung in Oberhausen-Eisenheim. Diese ist die erste und somit älteste Arbeitersiedlung im gesamten Ruhrgebiet und zeigt die Lebensumstände von Arbeitern und deren Familien zur Zeit der Industrialisierung.
Die Förderung der Kohle- und Eisenindustrie beanspruchte viele neue Arbeiter, die allerdings nicht vorhanden waren. Deshalb lockte die Montanindustrie Arbeiter vom Land mit Wohnungen an.
So wuchs die Bevölkerung im Ruhrgebiet innerhalb weniger Jahrzehnte um ein Vielfaches.
In den so genannten „Kasernen“ (siehe Foto) fanden mehrere Arbeiter und deren Familien Platz. Nachteile waren hierbei allerdings das enge Zusammenleben der einzelnen Familien, was ein großes Konfliktpotenzial mit sich brachte, beispielsweise durch Lärmbelästigung oder Nachbarschaftsstreitereien. Auch die Abteilungsleiter der Zechenarbeiter lebten in solchen Siedlungen. Da diese aber im Rang höher gestellt waren als die einfachen Arbeiter, hatten diese eigene Häuser, in denen meistens nur zwei Familien lebten. So war die Belästigung durch andere Hausbewohner minimal.
Die Siedlung Oberhausen-Eisenheim durchlief insgesamt 3 Bauerweiterungen, welche 1901 abgeschlossen waren. Sie wurde früh unter Denkmalschutz gestellt, so dass man sie heute noch so sieht, wie sie vor mehreren Jahrzehnten war.
(Jan, Robin, Fabian, Julian, Yannick, Joel)

Kaserne
3. Standort: Oberhausen „Alte Mitte“
Nach unserer Erkundungstour im Landschaftspark Duisburg Nord und in der Zechensiedlung Oberhausen-Eisenheim, begaben wir uns in die „Alte Mitte“ Oberhausens. Dort trafen wir auf viele Bevölkerungsgruppen. Auffallend war der geringe Anteil von Jugendlichen und sozial höher gestellten Menschen. Klar zu beobachten ist die Anpassung der Geschäfte an die dementsprechenden Bewohner.
Beispiele für diese Geschäfte waren: Kik, Takko, sowie einige Ein-Euro-Shops.
Bemerkenswert ist zudem noch die Anzahl der leer stehenden Gebäude.
Vermutlich liegt dies an der Verlagerung vieler Geschäfte in das Centro Oberhausen, was wiederum bedeutet, dass sich die Kaufkraft vieler Menschen auch dorthin verschiebt. Die zwei Fotos zeigen eigene Aufnahmen aus der Hauptgeschäftsstraße in Oberhausen.
(Frederik, Henrik, Maxi, Niklas, Pascal)
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Beispiel einer angepassten Geschäftskategorie - Blick in die Marktstraße
4. Standort: Neue Mitte-CentrO
Unsere letzte Station war die Neue Mitte Oberhausen. Nachdem wir uns in der Coca-Cola Oase des CentrOs gestärkt hatten, begannen wir mit unseren Aufgaben, die sich mit der genauen Beobachtung des CentrOs befassten.
Direkt fiel uns auf, dass das gesamte Gebäude hell, modern und freundlich gestaltet ist. Im Gegensatz zur „alten Mitte“ wirkten die Geschäfte dort einladender und neuer. Wir zählten 250 Geschäfte und davon 20 Cafés und Restaurants. Am meisten ließen sich Bekleidungsgeschäfte, Warenhäuser und Cafés zuordnen. Die Bevölkerungsgruppen bestanden hauptsächlich aus jungen Leuten und Familien. Außerdem bemerkten wir die große Anzahl von Kunden aus ganz Deutschland.
Auch außerhalb des CentrOs befinden sich viele Einrichtungen, die die Besucherzahl erhöhen sollen. Darunter sind vor allem Restaurants und Attraktionen wie z.B das Sealife, die König-Pilsener Arena, das Gasometer und ein Kino.
Das Gelände der Neuen Mitte ist ein Beispiel dafür, dass die Städte im Ruhrgebiet mit neuen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten versuchen mehr Besucher anzulocken und den Ruf des Ruhrgebiets zu verbessern.
Als Fazit können wir sagen, dass wir uns lieber in der neuen Mitte aufhalten würden, als in der alten Mitte Oberhausens, da sie für uns viel ansprechender gestaltet ist.
(Laura,Miriam,Alice und Marie)
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Das CentrO in Oberhausen
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