Exkursion nach Meschede
Um einmal mehr über den schulischen Tellerrand blicken zu können, machten sich in der Woche vor Weihnachten 14 Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionskurses der Jahrgangstufe 13 mit ihrer Kursleiterin Frau Meier auf den Weg nach Meschede in die Benediktinerabtei Königsmünster.

Nach Kaffee und Kuchen begaben wir uns in den Meditationsraum um bei uns/in uns anzukommen. Jeder schilderte seine meist altmodischen Vorstellungen vom Klosterleben, die sich bei dem Großteil von uns in den drei Tagen Aufenthalt gründlich änderten. Bruder Emmanuel, der uns auf unserer ?Entdeckungsreise Kloster? begleitete, erläuterte anschließend kurz das Mönchische Leben, das wir in der kommenden Zeit teilweise miterleben sollten.
In der kalten Abenddämmerung führte uns Emmanuel Architektur und Symbolik erklärend durch die moderne aber reduzierte Abteikirche, die bereits heute unter Denkmalschutz steht.
Spät abends kehrten wir auf den Wunsch Emmanuels in die Kirche zurück und waren überrascht, als diese mit unzähligen Teelichtern und Kerzen erleuchtet war. Sitzend genossen wir die mit spiritueller Musik unterstrichene Atmosphäre, welche mit Lesungen des Mystikers Johannes vom Kreuz auch zum Nachdenken anregte.
Am nächsten Morgen stärkten uns wir nach dem meditativen Sitzen beim Frühstück. Nach einem aufmerksamen kleinen Rundgang durch die verschneite Natur hatte jeder genügend Zeit, um seine Empfindungen zeichnerisch umzusetzen. Anschließend haben wir bei einem Rundgang über das Klostergelände das ?Labora?, des ?Ora et labora? kennengelernt, indem wir uns zum Beispiel die Mosterei und die Schmiede angesehen haben. Die Abtei Königsmünster ist eine sich selbst unterhaltende Institution, ein Kloster eben mit mehr als 60 Mönchen; sie verzichten auf Kirchensteuern aus Paderborn, um ihre Unabhängigkeit zu wahren.
Nachmittags trafen wir Altabt Stephan (Freund von Campino, der übrigens auch regelmäßig Gast in Meschede ist), der 25 Jahre lang die Abtei geleitet hat. Wir erfuhren viel über das Leben der Mönche heute, deren Arbeit z.B. als Trainer in den Chefetagen von Daimler Chrysler oder Ikea/Deutschland doch ziemlich anders und lebensnaher aussieht als wir uns das vorgestellt hatten. Wir nahmen auch am Stundengebet der Mönche teil. Abends saßen wir alle zusammen vor dem Kamin und tranken bei vielen interessanten Gesprächen selbstgemachten Glühwein.
Am nächsten Tag machten wir uns- nach Meditation, biographischem Schreiben und dem Abschlussgespräch - auf den Weg nach Hause. Bereichert mit neuen Erfahrungen und Impulsen konnten wir einem ruhigen und besinnlichen Weihnachtsfest entgegensehen.
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