Einsteiner helfen!

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Die Geschichte des kleinen Tobias stimmt traurig. Der Zweijährige leidet an Leukämie und benötigt dringend eine Knochenmarkspende. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) wandte sich an die Schulen, um geeignete Spender zu finden, auch an das Einstein-Gymnasium. Eltern und Schüler wurden durch einen Elternbrief informiert und um Hilfe gebeten. Um die Arbeit der DMKS zu unterstützen organisierte die SV einen Kuchenverkauf in den großen Pausen.
Doch auch die jüngsten Einsteiner wollten helfen. So beschlossen Julia, Luisa, Kevin M., Kevin S., Marlene, Tom, Joshua, Marius und Robin aus der 5 b tätig zu werden. „Der Kleine ist krank und braucht Hilfe, auch von uns.“, sagten sie sich. Nachmittags, wenn die anderen spielten oder für die Schule lernten, informierten die zehn- bzw. elfjährigen Schüler sich im Internet über die DKMS, gestalteten Plakate mit Bildern des kleinen Tobias, stellten Informationen über ihn zusammen. Beim Ordnungsamt fragten sie, ob sie einen Sammelausweis benötigen würden. Dann zogen sie los, zeigten Nachbarn und Passanten ihre Plakate und baten um Hilfe. Die Unterstützung war groß, die kleinen Helfer waren überrascht über die Spendenbereitschaft: Fast 500 Euro kamen so zusammen, mit denen sie die DKMS unterstützen wollen. „Ein Test kostet ca. 50 Euro, so können sich 10 Leute testen lassen, ob sie als Spender in Frage kommen.“
Bei ihrer Aktion fanden die kleinen Helfer aber nicht nur Unterstützung, manchmal wurden ihre höflichen Anfragen unfreundlich abgewiesen. Auch die Gefahr, die mit solchen Sammelaktionen verbunden ist, wurde deutlich, einmal wurde eine Schülerin sogar beraubt: Ein ‚Erwachsener’ verlangte das von ihr gesammelte Geld oder er würde ihr das Handy wegnehmen. Nicht zuletzt wegen solcher Gefahren wurden die Jungeinsteiner, die reichlich Zivilcourage zeigten, gebeten, ihre erfolgreiche Sammelaktion, die von der DMKS nicht autorisiert war, zu beenden.

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