Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück

Besuch der Anne Frank Ausstellung

Am 13.09.05 fuhren wir, die ca. 25 Schüler der Israel-AG, in Begleitung von Frau Meier in das Historische Museum zur Anne-Frank Ausstellung nach Bielefeld!
Dort angekommen, sollten wir uns zuerst einmal die Ausstellung selbstständig angucken und Eindrücke als auch Fragen sammeln. Dabei bemerkten wir, dass die Ausstellung aus zwei zentralen Themenbereichen bestand: In der Mitte der großen Halle befanden sich Schauwände mit Informationen, die sich auf Augenzeugenberichte und Tagebuchauszüge von Anne Frank bezogen.
Im äußeren Bereich an den Wänden der Ausstellungshalle konnten wir Bilder, meistens Photos von jüdischem Leben heute in Deutschland, betrachten. Nun wurden wir in zwei Gruppen geteilt; unsere Gruppe wurde von einer speziell geschulten Mitarbeiterin - es war übrigens eine Oberstufenschülerin eines Bielefelder Gymnasiums! - durch die Ausstellung geführt. Sie erklärte uns ausführlich Einzelheiten zum Leben der Anne Frank. Wir erfuhren viel über ihr jüdisches Leben zunächst in Deutschland, dann in Holland, wohin sie mit ihrer Familie floh in der Hoffnung, dort vor Hitlers Verfolgungen sicher zu sein. Anne war noch sehr jung, als sie sich mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam vor den Nazi-Truppen verstecken musste! Niemand durfte wissen, dass sie dort lebten, geschweige denn, dass sie überhaupt existierten.
In ihrem Tagebuch beschrieb sie die zwei elend langen Jahre, die sie dort verbringen musste. Doch 1944 wurde ihre scheinbar sichere Unterkunft an die Nazis verraten, und die Familie wurde auseinander gerissen und in verschiedene Konzentrationslager verschleppt.
Anne wurde im September 1944 zuerst ins Konzentrationslager Auschwitz/ Polen gebracht, Ende Oktober dann nach Bergen-Belsen. Dort waren die Bedingungen unvorstellbar: fast nichts zu essen, das Lager überfüllt, es herrschten ansteckende Krankheiten, es war eisig kalt. Anne und ihre Schwester Margot versuchten hier zu überleben, doch beide starben im März 1945. Anne starb in dem Glauben, ihre gesamte Familie sei durch die Nazis umgekommen. Doch ihr Vater Otto Frank überlebte und veröffentlichte auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin ihr Tagebuch. Somit verbreitete sich die Geschichte der Anne Frank über die ganze Welt und ihr Tagebuch wurde über 20 Millionen mal verkauft.
Am Ende der Führung wurden uns noch Bilder gezeigt, die während und nach der Nazi-Zeit gemacht wurden und wir besprachen unsere Eindrücke und Empfindungen. Alle waren sich einig, der Ausflug hatte sich gelohnt und es war eine sehr beeindruckende und interessante Führung!
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